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Miami
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Miami [] (City of Miami) ist eine Stadt und der Verwaltungssitz des Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 442.241 Einwohnern (Stand: 2020).cite-ref-1[1] Das Stadtgebiet hat eine GröĂe von 143,1 kmÂČ. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Miami mit etwa 6,1 Millionen Einwohnern. Der Name âMiamiâ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (âgroĂes Wasserâ), mit dem der Lake Mayaimi (heute Lake Okeechobee) und der dort lebende Indianerstamm Mayaimi bezeichnet wurde. Die Stadt liegt an der MĂŒndung des Miami River in die Biscayne Bay, die ein Teil des Atlantischen Ozeans ist. Nach Jacksonville ist Miami die zweitgröĂte Stadt Floridas. Die Mehrheit der Einwohner Miamis spricht Spanisch als Muttersprache.cite-ref-2[2]
Contents
âą Geographie
âą Geologie
âą Klima
âą Geschichte
âą Religionen
⹠KriminalitÀt
âą Sport
âą Wirtschaft
âą Verkehr
âą Flugverkehr
âą Schiffsverkehr
âą StraĂenverkehr
âą Bildung
âą Medien
âą Panoramabild
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geographie
Geographische Lage
Miami liegt im SĂŒden Floridas an der OstkĂŒste des Bundesstaates. Orlando liegt 360 km, Tampa 420 km, Jacksonville 540 km und Tallahassee 760 km entfernt.
Geologie
Das Gestein unter der Stadt Miami wird Miami Oolith oder Miami-Kalkstein genannt. Diese Gesteinsschicht wird nur von einer rund 15 Meter dicken Erdschicht bedeckt. Der Miami-Kalkstein hat sich aufgrund der drastischen VerĂ€nderungen des Meeresspiegels in der letzten Eiszeit gebildet. Vor etwa 130.000 Jahren war der Meeresspiegel bedingt durch abschmelzende Gletscher 7,50 Meter ĂŒber dem heutigen Niveau, was dazu fĂŒhrte, dass ganz SĂŒdflorida von einem flachen Meer bedeckt war. In dieser groĂen Lagune bildete sich im Laufe der Zeit der Miami-Kalkstein, der zu einem groĂen Teil aus abgestorbenen Schalentieren besteht. Vor 100.000 Jahren sank der Meeresspiegel wieder ab und legte den Grund der Lagune frei.
Da dieser Kalkstein porös und wasserdurchlĂ€ssig ist, lĂ€sst sich Miami vor dem zu erwartenden Meeresspiegelanstieg nicht durch DĂ€mme schĂŒtzen.cite-ref-3[3]cite-ref-solomon-4-0[4]
Klima
Das Klima Miamis ist mit seinen feucht-heiĂen Sommern und trocken-warmen Wintern ein tropisches Monsunklima (effektive Klimaklassifikation nach Köppen: Am),cite-ref-5[5] wobei die Stadt zwischen Ende Oktober und MĂ€rz durchaus Kaltfronten ausgesetzt ist. Der jĂ€hrliche Niederschlag hat seinen Höhepunkt in der Regenzeit von Mai bis Oktober, die mit der atlantischen Hurrikansaison zeitlich zusammenfĂ€llt. In den ĂŒbrigen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese ist geprĂ€gt von milden Temperaturen, die von gelegentlichen EinbrĂŒchen kalter Luft unterbrochen wird und es sind diese DurchzĂŒge von Kaltfronten, die zu den geringen winterlichen RegenfĂ€llen fĂŒhren.
Der jĂ€hrliche Niederschlag ist einer der höchsten in einer US-amerikanischen GroĂstadt und summiert sich auf 1488 mm,cite-ref-6[6] wobei die Werte der nahegelegenen StĂ€dte Fort Lauderdale (1621 mm) und Miami Beach (1227 mm) deutlich abweichen.
Das warme Klima verdankt Miami nicht nur seiner niedrigen Höhenlage und der Position knapp nördlich des Wendekreis des Krebses, sondern auch dem Golfstrom, der Temperaturextreme ausgleicht. An einem typischen Sommertag liegen die Höchsttemperaturen mindestens bei 24 °C und maximal zwischen 30 und 35 °C, wobei die hohe Luftfeuchtigkeit oft durch ein Gewitter oder Seewind verringert wird. In den Wintermonaten betragen die Temperaturen im Durchschnitt um 21 °C. Sie fallen selten unter 15 °C und erreichen maximal 25â28 °C.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]
Die höchste in Miami gemessene Temperatur betrug 40 °C,cite-ref-9[9] die niedrigste Temperatur von â1 °C wurde mehrfach gemessen.cite-ref-10[10] Schneefall trat in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen in Miami bisher nur einmal auf, am 20. Januar 1977. Diese Aufzeichnungen wurden von 1839 bis 1900 recht sporadisch gefĂŒhrt, manche LĂŒcken dauerten mehrere Jahre. Im Dezember 1900 wurde in Downtown Miami eine Wetterstation zur Messung von Temperaturen und NiederschlĂ€gen eingerichtet; im Juni 1911 eröffnete der National Weather Service ein offizielles BĂŒro in der Stadt.cite-ref-11[11] Heute hat das National Hurricane Center der National Oceanic and Atmospheric Administration seinen Sitz in Miami.
Die Hurrikansaison dauert zwar offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November, aber die Bildung von tropischen WirbelstĂŒrmen auĂerhalb dieser Periode ist nicht ungewöhnlich. Die höchste Wahrscheinlichkeit dafĂŒr, dass Miami von einem Hurrikan getroffen wird, besteht wĂ€hrend des Zeitraums, in dem die meisten Kap-Verde-Typ-Hurrikane entstehen, also zwischen Mitte August und Ende September. Miami wurde seit Hurrikan Cleo 1964 von einem direkten Treffer verschont.cite-ref-12[12] Viele tropische WirbelstĂŒrme hatten Auswirkungen auf die Stadt, darunter vor allem die Hurrikane Betsy 1965, Andrew 1992, Irene 1999 sowie Katrina und Wilma in der sehr aktiven Hurrikansaison 2005. Ein tropisches Tiefdruckgebiet, das sich spĂ€ter ĂŒber dem offenen Atlantik zum Tropischen Sturm Leslie entwickelte, verursachte im Jahr 2000 Rekordniederschlagsmengen und Ăberflutungen im Stadtgebiet. Durch seine Lage am Rand des Ozeans und auf der niedrig gelegenen KĂŒstenebene gilt Miami neben New Orleans und New York City als eine der am meisten durch einen Wirbelsturm gefĂ€hrdeten GroĂstĂ€dte in den Vereinigten Staaten.cite-ref-katrina-13-0[13] (siehe auch Hurrikan Irma)
Geschichte
Vor dem Eintreffen der EuropĂ€er wurde das Gebiet des heutigen Miami von den Tequesta-Indianern bewohnt. Am 18. Juli 1896 wurde Miami mit etwa 300 Einwohnern offiziell zur Stadt ernannt. Drei Monate vorher war Miami durch Henry Morrison Flaglers Florida East Coast Railway an das Eisenbahnnetz angeschlossen worden. Mit dem Bau des Royal Palm Hotels begann im selben Jahr der Tourismus in der Stadt. Einige Kilometer sĂŒdlich befand sich schon eine kleine Ansiedlung (Coconut Grove). Der nĂ€chste groĂe Ort war zu dieser Zeit Key West mit fast 20.000 Bewohnern.
WĂ€hrend der 1920er Jahre war in Miami das GlĂŒcksspiel erlaubt, und die Prohibition wurde weitgehend ignoriert. So immigrierten Tausende aus dem Norden der USA nach Miami und lösten somit den Bau-Boom aus. Durch neue HochhĂ€user entstand eine Skyline, und Miami erhielt dadurch seinen Spitznamen âMagic Cityâ (deutsch etwa: magische Stadt), da die Stadt sich von einem Winter auf den nĂ€chsten derartig schnell verĂ€nderte, dass Besucher der Meinung waren, die Stadt sei wie von Zauberhand gewachsen.cite-ref-14[14] 1926 wurde der Bau-Boom durch einen nach der Stadt benannten Hurrikan und anschlieĂend durch die GroĂe Depression gestoppt. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs baute das MilitĂ€r viele Ausbildungskasernen rund um Miami, bedingt durch die strategisch gĂŒnstige Lage. Auf der Suche nach Arbeit kamen viele MĂ€nner und Frauen wieder zurĂŒck und so wuchs die Bevölkerung bis 1950 auf ĂŒber 500.000 Menschen in Miami und Umgebung an.
Seit den 1960er Jahren wanderten immer mehr Lateinamerikaner nach Florida und insbesondere nach Miami aus (Exilkubaner). Es etablierten sich Viertel wie Little Havana. Miami gilt heute als kultureller Schmelztiegel und hat eine mehrheitlich lateinamerikanische Bevölkerung. Zu den Bewohnern Miamis gehören vor allem Kubaner (34 % der Hispanics), Nicaraguaner, Honduraner, Kolumbianer, Puerto Ricaner, Dominikaner, Mexikaner, Venezolaner und Argentinier.
In den 1980er Jahren war Miami der gröĂte Umschlagsplatz fĂŒr Drogen, hauptsĂ€chlich Kokain, aus Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru, bedingt durch die NĂ€he zu den HerstellungslĂ€ndern und durch den Massentourismus. Die Drogenbarone brachten Milliarden US-Dollar nach Miami, wo das Geld durch diverse Einlagen in Banken und Investitionen in Bauvorhaben schnell gewaschen werden konnte. Zu dieser Zeit wurden in Miami die bekannte Fernsehserie Miami Vice und der Spielfilm Scarface gedreht.
Nachdem die groĂen Drogenkartelle aus Lateinamerika in den 1990er Jahren zerschlagen wurden und die Sicherheitsbehörden effektiver gegen Kriminelle vorgingen, sank die KriminalitĂ€tsrate drastisch und der Drogenimport ging zurĂŒck. Die Stadt expandiert seitdem und erlebt einen immer noch anhaltenden Bauboom. Die verstĂ€rkte Bebauung Downtowns wird daher auch Manhattanization genannt. Neue Hotels, Apartments und BĂŒrogebĂ€ude wurden erbaut, Szeneviertel wie Wynwood oder der Design District entstanden. 2013 wurde das neue PĂ©rez Art Museum Miami eröffnet.
In den 2020er Jahren wurden im Norden (Miami Worldcenter) und im SĂŒden (Brickell City Center) der Innenstadt zwei neue Stadtviertel gebaut.
Religionen
In Miami gibt es derzeit 500 verschiedene Kirchen aus 32 unterschiedlichen Konfessionen, darunter ist die Baptistengemeinde mit 79 Kirchen am stĂ€rksten vertreten. Die Stadt gehört zum römisch-katholischen Erzbistum Miami. Weiterhin gibt es 47 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004). Nach New York und Los Angeles hat Miami die drittgröĂte jĂŒdische Gemeinde in den USA.
Demographische Daten
GemÀà der VolkszĂ€hlung 2010 verteilten sich die damaligen 399.457 Einwohner auf 183.994 Haushalte. Die Bevölkerungsdichte lag bei 4322,2 Einw./kmÂČ.
72,6 % der Bevölkerung bezeichneten sich als WeiĂe, darunter ein GroĂteil mit lateinamerikanischen Wurzeln; 11,9 % bezeichneten sich als WeiĂe ohne hispanische Abstammung. 19,3 % gaben als Race afroamerikanisch, 0,3 % indianisch und 1,0 % asiatisch-amerikanisch an. 4,2 % gaben die Angehörigkeit zu einer anderen Ethnie und 2,7 % zu mehreren Ethnien an. 70,0 % der Bevölkerung bestand aus Hispanics oder Latinos.
Im Jahr 2010 lebten in 27,4 % aller Haushalte Kinder unter 18 Jahren sowie 30,0 % aller Haushalte Personen mit mindestens 65 Jahren. 56,9 % der Haushalte waren Familienhaushalte (bestehend aus verheirateten Paaren mit oder ohne Nachkommen bzw. einem Elternteil mit Nachkomme). Die durchschnittliche GröĂe eines Haushalts lag bei 2,47 Personen und die durchschnittliche FamiliengröĂe bei 3,15 Personen.
20,7 % der Bevölkerung waren jĂŒnger als 20 Jahre, 31,3 % waren 20 bis 39 Jahre alt, 27,1 % waren 40 bis 59 Jahre alt und 21,0 % waren mindestens 60 Jahre alt. Das mittlere Alter betrug 39 Jahre. 49,8 % der Bevölkerung waren mĂ€nnlich und 50,2 % weiblich.
Das durchschnittliche Jahreseinkommen lag bei 51.270 $ (2015), dabei lebten 27,7 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.cite-ref-cen-15-0[15]
Im Jahr 2000 war Englisch die Muttersprache von 25,45 % der Bevölkerung, Spanisch sprachen 66,75 %, Haitianisch-Kreolisch sprachen 5,20 % und 0,18 % hatten Deutsch als Muttersprache.cite-ref-cen-15-1[15]
Miami gilt als drittÀrmstecite-ref-16[16] Stadt der Vereinigten Staaten,cite-ref-17[17] gemessen am Anteil der Bewohner, deren Einkommen unter der Armutsgrenze liegt. Vor Miami liegen nur noch El Paso (Texas) und Detroit (Michigan). Es gibt eine Reihe von sozialen Problemvierteln wie: Overtown, Liberty City, Little Haiti und Allapattah. Andererseits grenzen direkt an die City of Miami sehr reiche Orte an (Coral Gables, Miami Beach).
KriminalitÀt
Die KriminalitĂ€tsrate lag im Jahr 2010 mit 534 Punkten (US-Durchschnitt: 266 Punkte) im hohen Bereich. Es gab 68 Morde, 46 Vergewaltigungen, 1.856 RaubĂŒberfĂ€lle, 2.909 Körperverletzungen, 4.604 EinbrĂŒche, 14.165 DiebstĂ€hle, 2.449 AutodiebstĂ€hle und 104 Brandstiftungen. In den folgenden Jahren sanken diese Zahlen deutlich. 2024 gab es noch 28 Morde.cite-ref-18[18]
In den Jahren 1978 bis 1982 wurde Miami von einer Gewaltwelle bislang unbekannten AusmaĂes ĂŒberschwemmt. Allein in der Zeit zwischen 1976 und 1981 gab es 1665 Morde, die fast nur von schwer bewaffneten Drogendealern begangen wurden. 1980 kam es zum Massenexodus von 125.000 Kubanern, den sogenannten Marielitos,cite-ref-19[19]cite-ref-20[20] unter denen sich auch 5.000 Schwerkriminelle befanden, die von Fidel Castro ausgewiesen wurden und sich in Zeltlagern unterhalb der I-95cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] in Liberty City niederlieĂen und fĂŒr einen schnellen Anstieg der KriminalitĂ€t sorgten. Im gleichen Jahr wurde Miami als Drogenhauptstadt der USA wahrgenommen. Der Spielfilm Scarface (1983) schildert diese ZustĂ€nde.
Die gewaltsame Ăbernahme des Kokainhandels durch das MedellĂn-Kartell brachte den Höhepunkt der Morde. Die Kolumbianer aus Medellin wurden vom Miami Police Departmentcite-ref-23[23] als besonders âunbarmherzig, grausam und völlig skrupellosâ beschrieben. Sie machten sich nicht die MĂŒhe, die Leichen zu beseitigen, sondern lieĂen die Toten nach dem Kugelhagel auf der StraĂe liegen, dabei starben auch viele Unschuldige. Der Höhepunkt der Gewalttaten fand in der berĂŒchtigten Matanza Medellinesacite-ref-24[24] statt, als an einem einzigen Wochenende 40 DrogenhĂ€ndler mit Maschinenpistolen erschossen wurden.
Der Kokainkrieg von Miami wurde insbesondere von Griselda Blanco mitgetragen, deren Cocaine Cowboys und Motorradkiller das Dadeland Mall Massaker von 1979 zu verantworten hatten. Das Medellin-Kartell tagte mit anderen UnterweltgröĂen im berĂŒhmten Mutiny Hotelcite-ref-25[25] in Coconut Grove/Miami. Miami wurde damals von der Presse als âWal-Mart fĂŒr Kokainâ bezeichnet. Miami, West Palm Beach und Fort Lauderdale wurden lĂ€ngere Zeit fast vollstĂ€ndig vom Medellin-Kartell beherrscht.
1981 war die Leichenhalle Miami beispielsweise derart ĂŒberfĂŒllt, dass mobile KĂŒhlwagen die erschossenen Opfer von der StraĂe aufnehmen mussten. Insgesamt herrschte in dieser Zeit eine AtmosphĂ€re der Angst und Hysterie in der schwer bewaffneten Stadt, in jenem Jahr wurden in Dade County ĂŒber 220.000 Schusswaffen erworben.cite-ref-26[26] Der gesamte GroĂraum Miami galt Anfang der 1980er Jahre als extrem unsicher und die Gefahr, Opfer von Raubmord, Vergewaltigung, Körperverletzung oder anderen kriminellen Taten zu werden, war allgegenwĂ€rtig.
Es wurden ĂŒber 1000 völlig unzureichend ausgebildete Polizeibeamte fĂŒr die CENTAC-Sondereinheitencite-ref-27[27] rekrutiert, die aber hĂ€ufig Opfer der Feuergefechte in den Drogenkriegen wurden. Die Korruption der Polizisten in Miami war legendĂ€r und ermöglichte den DrogenhĂ€ndlern ein meist ungestörtes Abwickeln ihrer GeschĂ€fte.
Nachdem die groĂen Drogenkartelle aus Lateinamerika in den 1990er Jahren zerschlagen wurden und die Sicherheitsbehörden effektiver gegen Kriminelle vorgingen, sank die KriminalitĂ€tsrate drastisch und der Drogenimport ging zurĂŒck. Jedoch gibt es in Miami heute noch einige StraĂenbanden (Gangs). Vor allem im Bereich der sozialen Brennpunkte kommt es, wie in anderen GroĂstĂ€dten, immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
Siehe auch
:
Liste der EintrÀge im National Register of Historic Places in Miami
Touristische Attraktionen
Das Miami Seaquarium auf Virginia Key und das kubanische Viertel Little Havana sind die gröĂten Touristenattraktionen Miamis. Miami ist daneben Ausgangspunkt vieler Reisen in die nahegelegenen Everglades und auf die Florida Keys, eine Inselgruppe am sĂŒdlichsten Ende von Florida, zu der beispielsweise Key West gehört. Einige bekannte Attraktionen, die hĂ€ufig der Stadt Miami zugeschrieben werden, befinden sich im nahegelegenen Miami Beach. In Miami findet alljĂ€hrlich die Winter Music Conference statt. Seit 2002 wird in Miami Beach die internationale Kunstmesse Art Basel veranstaltet.
Parks und Sportmöglichkeiten
Es gibt ein breites Angebot von verschiedenen Stadtparks, mehrere sportliche Einrichtungen, Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. Durch die NÀhe zum Strand sind alle Strand- und Wassersportarten möglich. JÀhrlich findet ein Tennis-Masters-Turnier in Miami statt.
Sport
Miami ist ein hĂ€ufiger Austragungsort des Super Bowl der National Football League. Bisher wurden in Miami so viele Super Bowls ausgetragen wie in keiner anderen amerikanischen Stadt zuvor. Der letzte Super Bowl wurde als Super Bowl LIV im Februar 2020 zwischen den Kansas City Chiefs und den San Francisco 49ers im Hard Rock Stadium ausgetragen. Die Kansas City Chiefs gewannen mit 31:20. Davor fand im Februar 2010 zwischen den Indianapolis Colts und den New Orleans Saints der Super Bowl XLIV statt, den die New Orleans Saints gewannen. In Miami existierte 2002 bis 2003 die Autorennstrecke Bayfront Park. Seit der Formel-1-Saison 2022 findet der GroĂe Preis von Miami auf einer eigens dafĂŒr gebauten Rennstrecke Miami International Autodrome rund um das Hard Rock Stadium statt.
Gerne erinnert man sich in Miami an den Super Bowl VII. 1972/73 gelang den Miami Dolphins als bisher einziger Mannschaft eine Perfect Season.
Wirtschaft
Die gröĂten Arbeitgeber waren 2018:cite-ref-28[28]
| Arbeitgeber | Arbeitnehmer |
|---|---|
| Miami-Dade County School Board | 33.477 |
| Miami-Dade County | 25.502 |
| Bundesregierung | 19.200 |
| Staatsregierung Florida | 17.100 |
| University of Miami | 12.818 |
| Baptist Health South Florida | 11.353 |
| American Airlines | 11.031 |
| Jackson Health System | 9797 |
| City of Miami | 4392 |
| Florida International University | 3534 |
Mit 8,1 Millionen Besuchern stand Miami 2018 auf Platz 27 der meistbesuchten StÀdte weltweit. Touristen brachten im selben Jahr Einnahmen von 8,15 Milliarden US-Dollar. Keine amerikanische Stadt empfing mehr Touristen aus Lateinamerika.cite-ref-29[29]
Mehrere Unternehmen des Touristiksektors wie Norwegian Cruise Line und die Interval Leisure Group haben ihren Hauptsitz in Miami. Der Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean Cruises unterhĂ€lt in Miami eine operative Hauptzentrale. World Fuel Services, die Lennar Corporation und Ryder System sind weitere groĂe Unternehmen aus der Stadt.
Verkehr
Flugverkehr
Der Miami International Airport ist einer der gröĂten internationalen FlughĂ€fen der Welt und ein bedeutendes Luftfahrt-Drehkreuz. 2016 wurden 44,6 Millionen Passagiere abgefertigt. Der Flughafen wird von vielen internationalen Fluggesellschaften angeflogen.
Weitere FlughĂ€fen fĂŒr den internationalen Flugverkehr sind der Fort Lauderdale-Hollywood International Airport und der Palm Beach International Airport. National ist Miami auch ĂŒber den Opa-locka Executive Airport zu erreichen.
Schiffsverkehr
Der Port of Miami war 2013 der gröĂte Hafen der Welt fĂŒr Kreuzfahrtschiffe mit ĂŒber 4 Millionen Passagieren.cite-ref-30[30] Ebenso ist er einer der wichtigsten Fracht-UmschlagsplĂ€tze mit jĂ€hrlich 8 bis 9 Millionen Tonnen Fracht und (2015 und 2016) ĂŒber 1 Million TEU Containereinheiten.cite-ref-31[31]
Ăffentlicher Verkehr
Die Miami Airport Station ist der wichtigste Umsteigepunkt im öffentlichen Verkehr der Stadt. Hier enden seit 2015 die RegionalzĂŒge/S-Bahnen der Tri-Rail aus Richtung Mangonia Park. Dabei bestehen Umsteigemöglichkeiten in die Hochbahn Miami-Dade Metrorail in Richtung Stadtzentrum sowie in den MIA Mover zum Flughafen Miami. AuĂerdem halten hier die Stadtbusse der Miami-Dade Transit (Metrobus) und auch die Fernbusse der Greyhound Lines. Der Miami-Dade Metromover ist ein kostenloses Peoplemover-System, das den Innenstadtbereich von Miami abdeckt.
Auch die FernzĂŒge der Amtrak aus Richtung New York City sollten nach Miami Airport Station verlegt werden, doch nutzen diese auch 2020 weiterhin die etwa sechs Kilometer nördlich gelegene, 1978 eröffnete Miami Station.
Seit 2018 bietet die Bahngesellschaft All Aboard Florida mit ihrer Marke Brightline eine neue Zugverbindung ĂŒber die Gleise der Florida East Coast Railway (deren Tochter die Gesellschaft ist) vom Bahnhof Government Center in Miami ĂŒber Fort Lauderdale nach West Palm Beach an. Dieser Service wurde 2023 bis zum Flughafen Orlando verlĂ€ngert. Am innerstĂ€dtischen Government Center entstand dazu ein neuer Bahnhof MiamiCentral fĂŒr Downtown Miami.
Bereits im Jahr 2011 hĂ€tte der Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse von Tampa ĂŒber Orlando nach Miami beginnen sollen. Die Strecke sollte nach dem Prinzip der VerkehrswegebĂŒndelung entlang des bestehenden FernstraĂennetzes mit einer vorgesehenen Geschwindigkeit von 270 bis 300 km/h befahren werden. Die PlĂ€ne wurden von Gouverneur Rick Scott im MĂ€rz 2011 jedoch eingestellt, im Jahr 2019 aber erneut von der von Brightline-Highspeed-Zuglinie â zu diesem Zeitpunkt unter Beteiligung der Virgin Group â aufgegriffen.cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]
StraĂenverkehr
Die in Nord-SĂŒd-Richtung verlaufende Interstate 95 ist die wichtigste StraĂenverbindung der Stadt. Sie wird von den Interstates 195 und 395 gekreuzt, die den Flughafen Miami im Westen mit Miami Beach im Osten verbinden. AuĂerdem verlaufen die U.S. Highways 1, 27, 41 und 441 sowie die Florida State Roads A1A, 5, 7, 9, 25, 90, 112, 836, 913, 933, 934, 953, 959, 968 und 972 durch das Stadtgebiet.
Bildung
Die Stadt Miami ist ein Teil des Schulbezirks von Miami-Dade County. Dieser Schulbezirk umfasst insgesamt 39 High Schools, wovon 20 Schulen nicht im Gebiet von Miami liegen. Die wichtigsten weiterfĂŒhrenden Bildungseinrichtungen sind die Florida International University mit rund 55.000 Studenten und das Miami-Dade Community College mit rund 18.000 Studenten.
Die Miami-Dade Public Library besitzt etwas mehr als 4 Millionen BĂŒcher, 106.000 Audio- und 111.000 Video-Medien. Sie hat 50 Stadtteil BĂŒchereien und eine HauptbĂŒcherei im Government Center in Downtown Miami.
Medien
Miami ist der Verlagsort der ĂŒberregionalen Tageszeitungen The Miami Herald, El Nuevo Herald und The Miami News (1988 eingestellt). Zu den Rundfunkstationen mit Sitz in Miami zĂ€hlt Radio and TV MartĂ.
Die folgende Auswahl von Fernsehserien bzw. Filmen spielt in und um Miami oder wurde dort gedreht.
Fernsehserien: Burn Notice, CSI: Miami, Dexter, Flipper, Golden Girls, Miami Vice, Million Dollar Agents, Nip/Tuck â Schönheit hat ihren Preis, Zwei Supertypen in Miami, Emma, einfach magisch!, StartUp
Filme: 2 Fast 2 Furious, Ace Ventura â Ein tierischer Detektiv, All About the Money, An jedem verdammten Sonntag, Bad Boys â Harte Jungs, Bad Boys II, James Bond 007: Casino Royale, James Bond 007 â Feuerball, James Bond 007 â Goldfinger, James Bond 007 â Lizenz zum Töten, Jede Menge Ărger, Making Mr. Right â Ein Mann Ă la Carte, Die Miami Cops, Miami Rhapsody, Police Academy 5 â Auftrag Miami Beach, Pain & Gain, die Porkyâs-Filme, Scarface, Der Supercop, Die Supertrottel (Revenge of the Nerds 2), The Birdcage â Ein Paradies fĂŒr schrille Vögel, The Specialist, Transporter â The Mission, True Lies â Wahre LĂŒgen, VerrĂŒckt nach Mary, Zwei auĂer Rand und Band, Zwei bĂ€renstarke Typen, Zwei sind nicht zu bremsen, Step Up: Miami Heat
Die US-amerikanische Realityshow Miami Ink â Tattoos fĂŒrs Leben (Originaltitel: Miami Ink), in der Menschen vor laufender Kamera tĂ€towiert wurden, lief von 2005 bis 2008.
Miami diente als Vorbild fĂŒr Vice City, dem Schauplatz des vierten Spiels der Grand-Theft-Auto-Reihe: Grand Theft Auto: Vice City (kurz GTA: VC oder Vice City; engl. fĂŒr âStadt der Lasterâ). Das Spiel wurde zunĂ€chst 2002 fĂŒr die PlayStation 2, anschlieĂend 2003 fĂŒr PC veröffentlicht. Weiterhin diente die Stadt als Schauplatz fĂŒr beide Hotline-Miami-Spiele, welche jeweils 2012 und 2015 erschienen.
Persönlichkeiten
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Hauptartikel
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Liste von Persönlichkeiten der Stadt Miami
Bekannte Persönlichkeiten aus Miami sind der Schauspieler Sidney Poitier, der Politiker Marco Rubio, die Schauspielerin Eva Mendes, der Blogger Perez Hilton, der Rapper Pitbull sowie die SÀngerin Jessica Sutta.
StÀdtepartnerschaften
âą Argentinien Buenos Aires, Argentinien
âą Haiti Port-au-Prince, Haiti
âą China Volksrepublik Qingdao, Volksrepublik China
âą Dominikanische Republik Santo Domingo, Dominikanische Republik
Panoramabild
Siehe auch
Literatur
âą Eric Driggs, Vince Houghton: Covert City: The Cold War and the Making of Miami. Public Affairs, New York 2024, ISBN 978-1-5417-7457-5.
âą Nicholas Griffin: The Year of Dangerous Days: Riots, Refugees, and Cocaine in Miami 1980. Emily Bestler, New York 2020, ISBN 978-1-5011-9102-2.
Weblinks
âą City of Miami, Florida â Offizielle Website (englisch)
âą Miami Metropolitan Archive, Florida International University (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Miami city, Florida. U.S. Census Bureau, abgerufen am 7. MĂ€rz 2025 (englisch).
cite-note-22. â http://www.mla.org/map_data_results&state_id=12&county_id=&mode=&zip=&place_id=45000&cty_id=&ll=&a=&ea=&order=r
cite-note-33. â Phys.org: Sea level rise will swallow Miami, New Orleans, study finds
cite-note-solomon-44. â Solomon, S., Plattner, G.K., Knutti, R., Friedlingstein, P., Plattner, Knutti, Friedlingstein: Irreversible climate change due to carbon dioxide emissions. In: Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 106. Jahrgang, Nr. 6, S. 1704â9, doi:10.1073/pnas.0812721106, PMID 19179281, bibcode:2009PNAS..106.1704S (englisch).
cite-note-55. â Köppen Climate Classification Map:. Geophysical Institute of the University of Alaska, Department of Climate Science, archiviert vom Original am 25. MĂ€rz 2009; abgerufen am 25. Oktober 2008 (englisch).
cite-note-66. â NWS Miami Normals and Records Page. National Weather Service, archiviert vom Original am 19. Oktober 2008; abgerufen am 19. August 2007 (englisch).
cite-note-77. â Wetterinformationen fĂŒr Miami, Florida. Deutscher Wetterdienst, archiviert vom Original am 15. April 2009; abgerufen am 29. April 2010.
cite-note-88. â Monthly Averages for Miami. weather.com, abgerufen am 29. April 2010 (englisch).
cite-note-99. â Highest Temperature of Record. Northeast Regional Climate Center, abgerufen am 25. November 2008 (englisch).
cite-note-1010. â Lowest Temperature of Record. Northeast Regional Climate Center, abgerufen am 25. November 2008 (englisch).
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cite-note-1212. â Miami, Florida's history with tropical systems. Hurricane City, abgerufen am 25. November 2008 (englisch).
cite-note-katrina-1313. â Mike Tidwell: The Ravaging Tide: Strange Weather, Future Katrinas, and the Coming Death of America's Coastal Cities. Free Press, 2006, ISBN 0-7432-9470-X (englisch).
cite-note-1414. â About Miami-Dade County History. (Memento vom 25. Februar 2008 im Internet Archive) Von www.miamidade.gov. Abgerufen am 22. MĂ€rz 2009.
cite-note-cen-1515. â Populations and People. United States Census Bureau, abgerufen am 7. MĂ€rz 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-1616. â Jahre 2004 & 2007 bereits eine der Ă€rmsten StĂ€dte in den USA gem. https://www.miamitodaynews.com/news/070830/story7.shtml ?
cite-note-1717. â https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,135186,00.html
cite-note-1818. â http://www.city-data.com/crime/crime-Miami-Florida.html
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cite-note-2020. â http://www.jrank.org/cultures/pages/4144/Marielitos.html
cite-note-2121. â Gerald Posner: âMiami Babylonâ (Published 2009). In: nytimes.com. 24. Dezember 2009, abgerufen am 3. Februar 2024 (englisch).
cite-note-2222. â http://www.latinamericanstudies.org/mariel/triumph.htm
cite-note-2525. â http://www.miaminewtimes.com/1997-02-27/news/glorious-notorious/
cite-note-2626. â https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,922693-4,00.html
cite-note-2828. â Miami 2018 Comprehensive Annual Financial Report, auf archive.miamigov.com/, abgerufen am 1. April 2020
cite-note-2929. â Global Destination Cities Report 2016. (PDF) Mastercard, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. September 2016; abgerufen am 11. Juli 2018.
cite-note-3030. â PortMiami remains Worldâs Busiest Cruise Port with more than 4 million passengers last year Pressemitteilung auf der Website des Miami-Dade County, abgerufen am 30. MĂ€rz 2014. Siehe auch www.miamidade.gov Cuise.
cite-note-3131. â www.miamidade.gov/portmiami/cargo
cite-note-3232. â Filings detail Virgin's plan for high-speed rail to Tampa. In: FOX 13 Tampa Bay. 7. Mai 2019, abgerufen am 24. Juni 2020.
cite-note-3333. â Janet Zink, Alex Leary: No high-speed rail for Florida; court rules for Scott, feds move to give money to someone else. In: St. Petersburg Times. 5. MĂ€rz 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 7. MĂ€rz 2011; abgerufen am 13. April 2011.